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Ping Pong Country

Der Kampf um den goldenen Schlüssel zum Kulturforum

Biografie

The Art of Pingpongcountry entstand im Jahr 2000 und wurde mittlerweile zu einer großen und erfolgreichen Spielwiese. Dabei sind zahlreiche künstlerische Arbeiten, Bilder, Videoarbeiten und Fotografien entstanden und das Ziel des Projekts ist die Gestaltung eines Künstlerbuches. Die Initiatoren von PPC Bijan Dawallu und Remco Schuurbiers arbeiten an der Schnittstelle von Kunst, Design und Fotografie. Bijan Dawallu erhielt bereits zweimal den Förderpreis der Stiftung Buchkunst (Cut and Paste 2002; John Bock, Koppel 2004). Im Jahr 2002 eröffnete er das Berliner Design Büro Aroma. Der Videokünstler und Fotograf Remco Schuubiers kuratiert seit 2000 Club Transmediale. Aktionen von PPC entstanden unter anderem im Volksstheater München (2004), im Maxim Gorki Theater Berlin (2005), und international im Rahmen des Festival Champ Libre in Montréal (2004), I.D.E.A.L Festival in Nantes (2005) und der SCAPE Art Biennial in Neuseeland (2006).

 

Projekt: Der Kampf um den goldenen Schlüssel zum Kulturforum

„Es spielen bei dieser Aktion eine unbegrenzte Zahl an Besuchern das Spiel ‚Rundlauf’. Das Spiel ‚Rundlauf’ funktioniert folgendermaßen: auf beiden Seiten der Platte stehen Spieler, die nach erfolgtem Ballkontakt auf die andere Seite der Tischtennisplatte laufen, um erneut den Ball zu schlagen. Jeder Spieler hat nur ein ‚Leben’ und scheidet nach einem Fehler aus. Die beiden letzten Spieler spielen im Endspiel um den Sieg. Anschließend beginnt eine neue Runde. Die ganze Aktion wird musikalisch von Country Musik der 30er bis 60er Jahre begleitet.

‚Rundlauf’ ist eine geradezu deutsche Erfindung. Entwickelt hat sich dieses Spiel wohl aus der Not auf deutschen Schulhöfen. In den Pausen wollten einfach zu viele Kinder Tischtennis spielen. Die Beton-Tischtennisplatte ist überall im urbanen öffentlichen Raum präsent. In Berlin ist im Sommer kaum eine freie Platte zu finden. Wir können nach sechs Jahren internationaler Erfahrung mit Tischtennislaien (Festival Champ Libre, Montréal 2004; I.D.E.A.L Festival, Nantes 2005; SCAPE Art Biennial, Neuseeland 2006) behaupten: Deutschland ist ein Tischtennisland.

Im zweiten Teil des Projekts befassen wir uns künstlerisch mit der visuellen Welt von Pingpongcountry. Diese umfasst die Kommunikation des Projekts in Form von Homepage, Flyern, Installationen und Videoarbeiten, die im weitesten Sinne Themen aus der Cowboy-Pop-Kultur und der Sportwelt beziehen. Die in Handarbeit gefertigten Tischtennisplatten bilden das zentrale Element jeder Installation und Abendveranstaltung.
Die Abnutzungsspuren durch das Spiel erzählen Geschichten von erwachsenen Stadtmenschen, die wie in ihrer Kindheit Spaß haben wollen.“